

Blog by Ruth Schäfer from Kasambara, Nakuru (Kenya)
Am 20. Mai findet im Kino Madien in Heerbrugg eie Benefiz-Veranstaltung zugunsten des Rhein-Valley Hospitals in Nakuru (Kenia) statt. Dabei wird der von Tele Südostschweiz produzierte Dokumentarfilm "Mama Matata - eine Appenzellerin in Afrika" uraufgeführt. Moderation durch Ananda Ammann, Miss Schweiz 2007. Der Gesamterlös des Abends, an dem auf Hackbrettspieler Nicolas Senn auftritt, komt dem Spital zugute. Ihre Spende schenkt Hoffnung und rettet Leben. Dank strikter Kontrolle vor Ort können wir Ihnen die vollumfängliche Verwendung Ihrer Spendengelder für die ärmsten Menschen garantieren. Hier ist das Spendenkonto:
Verein Rhein - Valley Hospital, Kasambara - Gilgil in Kenia (Afrika) - PC: 90-113180-3.
Durch die Wärme und die Feuchtigkeit des Regens vermehrten sich die Insekten ganz schnell und fanden ihren Weg in den Container. Deshalb musste er dringend ausgeräumt, gereinigt und mit Insekten-Mittel besprüht werden. Auch draussen im Freien kontrollierten Fundi und seine Arbeiter die Maissäcke, bevor wir sie wieder zurück in den Container brachten. Zum Glück war alles drinnen bevor es leicht zu regnen anfing.
Endlich Zeit, um die Patientenakten neu einzuordnen. Caroline und Viktor fingen an die Akten nach Datum, Nummern und Namen einzuordnen. Dies gibt einiges zu tun doch man sieht jetzt schon ein Resultat: die Gestelle füllen sich und überraschend sehen wir, das in den letzten fünf Jahren doch einiges zusammen gekommen ist. Stolz mit einem Lachen im Gesicht meinte Caroline das sieht ganz gut aus und man findet die Patientenkarten jetzt auch viel schneller.
Pech beim nach Hause gehen in der Nacht. Nach einem kurzen halt in dem Dorf Restaurant machte sich Maina auf den Nachhauseweg, doch der einheimischen Schnaps ist nicht zu unterschätzen. "Nyanga" ist sein Name und es ist ein einheimischer 100 % Maisschnaps. Als er dann in der Dunkelheit so einwenig im Zickzack lief, stürzte er auf einmal mit einem Bein in ein Loch. Gott sei Dank konnte er sich selber schnell aus dieser Situation befreien. Das Loch wurde benutz um Holzhohle zu brennen, die heisse Glut jedoch wurde Maina zum Verhängnis er verbrannte sich das ganz Bein und musste sofort zu uns in Behandlung kommen.
Ein Notfall. Eine jüngere Frau wurde von einem Mann auf dem Weg ins Spital auf der Strasse zusammengeklappt aufgegriffen. Er brachte sie dann schnell zu uns, sie fühlte sich immer noch sehr schwach und unwohl. Wanjara unser Arzt rief einer der Putzfrau zu, dass sie in der Küche einen Krug mit Trinkwasser holen solle. In der Zwischenzeit untersuchte er die Frau. Ja kein Wunder weswegen ihr so schlecht war, sie hatte einen zu hohen Blutdruck, nebst diesem auch noch Diabetes. Ihren Zuckerspiegel war etwas zu weit unten und deshalb auch der Schwindel. Sie wurde sofort mit den notwendigen Medikamenten versorgt und in der Bettenstation noch einige Stunden überwacht bevor sie wieder nach Hause durfte.
rs. Mary unsere Putzfrau rief mich als ich meinen Kontrollrundgang machte. Sie wollte bei den Toiletten den Wassertank reinigen. Den Deckel konnte sie entfernen doch um ihn wieder richtig zu befestigen brauchte sie meine Hilfe. Der PVC ist leider nicht so stark und hat sich mit den Jahren verzogen und deshalb haben unsere Putzfrauen nun etwas mühe den Deckel wieder richtig in Stellung zu bringen. Sie meldete auch das jemand die Schraube bei einem Deckel abmontiert hätte, ich frage mich nur für was. Den im Busch gibt es keinen Toiletten-Wasserkasten Spülung da gibt’s nur das alte System:
In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag wurde der kleine Ian geboren. Er wog 2.5 kg. Der kleine hatte Probleme mit Atmen und musste mit Sauerstoff unterstützt werden. Der 21jährigen jungen Mama geht es gut.
Immer noch ein Kampf gegen die Polio. Viele noch nicht geimpfte Kleinkinder bekamen heute die erste Polio-Impfung. Es ist sehr schwer den Müttern zu erklären was es für Konsequenzen haben könnte bei nicht-impfen der Kinder. Viele von ihnen wollen es einfach nicht verstehen, denn schliesslich wurden sie auch gross ohne Impfungen. Bei manchen spielt immer noch die Religion eine grosse Rolle, dies wurde mir klar als heute ein 65jährigen Mann mit Ohrenschmerzen zu uns kam. Da er so viele Ohrhaare im Gehörgang hatte wollte unser Arzt diese entfernen um danach die Ohren spülen sodass sie frei von Ohrenschmalz werden. Doch der Mann weigerte sich und sagte die Kirche erlaube dass nicht. Ich wurde daraufhin ein wenig sauer und fragte ihn, was er nun eigentlich bei uns mache. Er sei doch gekommen weil er Schmerzen hätte doch diese kann man nicht mit Magie wegblasen. Er müsse schon dem Arzt vertrauen und seine Anweisungen annehmen. 



Unsere Männer kontrollierten heute den ganzen Tag die Maissäcke, einige von ihnen waren schon von den Insekten befallen. Im Container wurde durch die Sonnenbestrahlung eine grosse Hitze erzeugte und jetzt der Regen wiederum bringt eine grosse Feuchtigkeit, dies ist ein perfektes Klima für die Insekten. Deshalb ist es sehr wichtig die Maissäcke von Zeit zu Zeit zu kontrollieren. Alle Säcke wurden sorgfältig ausgeleert und gereinigt; danach mit einem Insektenpulver, das für uns Menschen nicht gefährlich ist, gesprüht. In der gleichen Zeit konnten wir auch gerade die Rationen für morgen richten. Einige der ITP's haben mich schon letzte Woche angerufen und nachgefragt ob sie etwas zu Essen bekommen könnten. Ja der Regen ist zurück doch es wird noch einige Zeit dauern bis sie was ernten können. Bis dahin werden wir so lange es geht ihnen etwas unter die Arme greifen. -Mama Matata
rs. Wetterwechsel macht sich bemerkbar. Viele Patienten müssen wir mit Vitaminen unterstützen; das Immunsystem spielt verrückt. Diabetiker und Patienten mit hohem Blutdruck suchen seit gestern vermehrt wieder das Spital auf. In der Nacht hatten sie zwei Notfälle, eine viel in den Unterzucker, unser Arzt konnte sie gerade noch rechtzeitig vor dem Koma bewahren, sie wahr an der untersten Limite, hatte Glück das Wanjara unser Arzt da war, er ist auf Diabetes spezialisiert und weiss genau was er machen muss im Notfall. Die zweite Patientin, eine alte Dame, brachte man, weil sie zuhause zusammengebrochen war, sie war stark unterernährt und hatte schon lange nichts mehr Richtiges zu Essen. Jetzt müssen wir sie einfach langsam mit Infusionen und guter Ernährung wieder aufpäppeln.
rs. Am Haupttor des Rhein-Valley Hospital wurden heute von meinem Fundi und Wakomo einige Stich-Kontrollen durchgeführt. Die Nummern für das Wasser mussten die Einheimischen heute vorzeigen und in derselben Zeit wurden sie mit den Einträgen verglichen. Die Angaben der Eltern, Namen der Kinder und die Familien-Zahlen wurden auf das Genaueste geprüft. Doch im Grossen und Ganzen blieb alles beim alten. Bis am Abend hatten wir zwei Familien, bei denen sich die Zahlen geändert hatten. Bei der einen Familie verstarb der Vater und bei der anderen war es ein freudiges Ereignis; vor zwei Monaten bekam die Mutter Zwillinge.
rs. Nach einem kurzen Kontrollgang im Spital kam fragte unser Arzt, ob er diesen Vertriebenen, die heute kamen, auch die notwenigen Medikamente mitgeben darf, da sie mit ganz ohne Geld zur Behandlung kamen. Ja was will man da machen? Wenn sie krank sind sie krank da gibt es nichts anderes als ihnen zu helfen.
Die Freunde der Einheimischen - endlich Regen - war zu früh. Nach nur ein paar Tagen hörte der Regen wieder auf. Jetzt warten alle sehnsüchtig bis er zurückkommt. Viele von ihnen haben das Feld schon fertig vorbereitet und bereits die Saat gesät, jetzt brauchen sie unbedingt Regen, sonst wird ihnen die Saat von den Vögeln oder Mäusen weggefressen.
In der Bettenstation traf ich einige ITP's an, die vom Elementaita Camp kamen. Die Begrüssung war herzlich und sie bedankten sich mit Tränen in den Augen, das wir sie hier in unserem Spital ohne erst lange nachzufragen aufgenommen haben und ihnen die Behandlung gewähren, denn an Geld mangelt es überall. Doch leider die Krankheiten fragen nicht erst nach, ob jemand finanziell in der Lage ist um am Schluss die Rechnung zu bezahlen. Bei uns wird erst der Patient behandelt und danach das Finanzielle geregelt. Hat der Patient kein Geld, wird das sorgfältig in einem Buch mit der Rechnung vermerkt, dies ist ein sehr wichtiger Punkt, sodass wir eine genaue Kontrolle bekommen wohin unsere Medikamente gehen ohne Bezahlung.
Entspannt, mit lauten Gelächter, sassen meine Angestellten im Gras und erzählten sich vergangene Geschichten. Ich fragte Fundi ob es noch einen Harass Mineralwasser in der Vorratskammer hätte, sodass wir wenigstens nicht ganz im Trockenen sitzen müssen. Gemütlich gesellte ich mich einige Zeit zu ihnen und hörte ihnen gespannt zu, was sie so erlebt hatten. Erzählt wurde von der Schulzeit, vom Studium oder früheren Arbeitstellen.