The Rhein - Valley Hospital in Nakuru-Kasambara opened in 2004 and is directed by Ruth Schäfer of Switzerland. The hospital relies solely on donations for buying food and medicine for the poor and suffering locals. Moreover, all funds are used directly for patient care. Every year thousands of people visit the hospital for medical help and nowadays also for food and shelter. Blog Editor: Kedar Misani.

You can send your donations to the Alpha Rheintal Bank, CH - 9442 Berneck, Switzerland; Clearing 6920, BIC RBABCH22926;
IBAN: CH75 06920016 1856 71206, Verein Rhein-Valley Hospital, CH - 9450 Altstätten, Switzerland.


Thursday, November 26, 2009

Immer wieder Verbrennungen bei Kindern

Seit einigen Wochen häufen sich Fälle mit Verbrennungen. Ob dies wohl am Wetter liegt? Die Einheimischen nehmen oft den Charcoal (Holzkohlen)-Ofen mit in die kleinen Häuser, um sich aufzuwärmen. Die Häuser besitzen meist nur einen Raum und kein Licht. Die Kinder, die auf die Toilette müssen, stolpern im Dunkeln dann meistens darüber und tragen oft böse Verbrennungen davon. Auch die kleinen Knirpse krabbeln oft am Tag unbeaufsichtigt um den Holzkohlen-Ofen herum. Entweder verbrennen sie sich dann am Ofen oder werfen sogar die Pfanne um und verbrühen sich dann am heissen Wasser. Dank unserem guten Ärzteteam und der intensiven sauberen Pflege bleiben kaum grosse Narben, ja zum teil erholt sich die Haut so gut das man von der Verbrennung gar nichts mehr sieht. -Mama Matata

Sunday, November 15, 2009

Blanca: "Das Spital hat mich überzeugt"

Ich habe anfangs November 09 das Rhein Valley Hospital in Kasambara besucht. Okay, ich gebs zu: Ich bin ich Sachen «Hilfsprojekte» immer ein wenig skeptisch. Kein Franken wird jemals aus meinem Hosensack heraus fliessen, bevor ich ein Projekt mit eigenen Augen gesehen habe. Ich habe schon viel zu viel gehört und gesehen. Daher bin ich Ruth Schäfers Einladung gerne gefolgt. Ich war sowieso gerade im Rift Valley. Zuerst war es nicht einmal sicher, ob wir mit dem Wagen das Spital erreichen würden. Es hatte ENDLICH angefangen zu regnen. Aber Ruth wagte es dann doch, und fuhr mit mir die langen Wege zum Rhein Valley Hospital hoch.

Das Spital in Kasambara hat mich überzeugt. Hier wird gearbeitet, und zwar mit vollem Einsatz und Herzblut. Der Chefarzt hat mich mit Stolz durch das Gebäude geführt. «Ich bin so glücklich, dass die Schweizer uns mit ihren Spenden dieses Spital ermöglichen. Ich bin so froh, dass wir dadurch auch ganz arme Menschen richtig behandeln können. Es ist eine Gnade.» Er freut sich darüber, dass er jetzt auch eine Aids-Station hat. «Wir gehen auch in die Dörfer und klären die Menschen über Aids auf. Das ist auch wichtig.» Der Chefarzt hat natürlich noch viele Wünsche. «Wir bräuchten noch Geräte für die neue Aids-Station», erklärt er zum Beispiel. Ich freue mich, dass ich nur einheimisches Personal sehe. Sie scheinen sich mit ihrem Arbeitsplatz verbunden zu fühlen. Alles ist blitzsauber, auch die Umgebung einladend gepflegt. Ruth Schäfer ist eine kleine, starke Frau, der es gelingt, alles zu überwachen und zu begleiten. Oft braucht sie dazu mehr als ihren Charme. Ich bewundere sie für ihre Arbeit. Es gelingt ihr auch, die Menschen arbeiten zu lassen, selbstständig werden zu lassen. Das ist auch sehr wichtig. Ich danke jedem, der dieses Spital-Projekt unterstützt. Mich hat es überzeugt.
-Blanca Imboden, Piper-Buchautorin

Saturday, November 14, 2009

Das Sterben gehört zum Leben

Das Sterben gehört zum Leben. So auch im Rhein - Valley Hospital. Letzte Woche starb eine ältere Frau, die im Hospital in der Pflege war. Die Familie von der Frau wurde während des Krieges letztes Jahr von der Heimat vertrieben und sie fanden Schutz im Rhein – Valley Hospital Camp. Sie mussten ohne die ohnehin wenigen Habseligkeiten flüchten und besitzen heute nichts mehr.

Das ganze Rhein – Valley Team sorgte sich liebevoll um die halbseitig gelähmte Frau bis zu ihrem Tod. Zweimal pro Woche besuchte Wanjara, der Arzt, sie zuhause um ihren zu hohen Blutdruck und Diabetes zu kontrollieren. Nach dem Tod wurde sie im Leichenhaus Nakuru aufbewahrt, bis die Familie das Geld für die Beerdigung beisammen hatte. Ohne die Hilfe von Mama Matata wäre die Frau noch heute dort. Ruth besorgte einen Sarg und die nötigen Totenkleider für die Frau. Aber auch für den Ehemann und die Tochter kaufte man die notwendigen Trauerkleider ein, denn die alten Schuhe hatten Löcher und kaum Sohlen. Die einzige Hose und Hemd waren zerrissen. Nachdem alles besorgt war konnte die Frau Ende Woche zu Grabe getragen werden. Die Toten kehren immer in den Geburtsort zurück.

Sie wurde ausserhalb von Molo, zweieinhalb Autostunden vom Spital entfernt zur Ruhe gebracht. Das ganze Dorf war bei der Beerdigung dabei. Es wurde gesungen, getanzt und viel geredet. Die Familie war überglücklich, dass die Frau und Mutter in aller Ehre und traditionsgemäss an ihren Geburtsort zurückgebracht werden konnte. Die neuen Kleider und Schuhe werden sie auch in Zukunft gut gebrauchen können. Mit intakten Sohlen läuft man schon besser und Kleider ohne Löcher geben mehr Wärme...
-Taimi Huber

Sunday, November 8, 2009

Mama Matata im Schweizer Fersehen

Am Donnerstag, 12. November 2009 um 22.20 Uhr wird «Zwischen Himmel und Hölle» mit einem Interview mit Ruth Schäfer auf SF1 ausgestrahlt. Untenstehend ist eie Kopie des Artikels in der Rheintalischen Volkszeitung darüber. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, den Talk im Internet unter www.sf.tv oder als Podcast anzuschauen.

Tuesday, November 3, 2009

Andrang trotz grossem Regen

Seit mehreren Tagen regnet es in Strömen doch die Mütter erschienen trotzdem zahlreich zum wöchentlichen Termintag für die Babys. Während Kennedy die einen wiegt, werden - bevor die Babys das Zimmer verlassen - noch die Schluckimpfungen durchgeführt. Wie am Schnürchen arbeitete das medizinische Team Hand in Hand, sodass die Mütter so schnell wie möglich wieder nach Hause gehen konnten, bevor der grosse Regen kam. Seit einigen Tagen hatten wir beim Spital in Kasambara erhebliche Regengüsse und der Weg wurde fast eine Qual für die jungen Mütter. Melanie sagte mir sogar dass sie heute fast zweimal so lange gehabt hätte wie sonst. Der Weg war so schlüpfrig das sie nur mühsam den Berg runter kam. Auch Nyagah, unser Sekretär, meinte, dass gestern beim nach Hause gehen einen Schritt voraus und zwei zurück ging. So lange riefen sie nach Regen und jetzt wo er da ist, sind viele Orte überschwemmt worden, der Boden gleihte in kurzer Zeit einer Eisbahn. Sogar wir hatten Mühe mit unseren Auto ins Spital hoch zu kommen. Immer wieder rutschte mein Landrover von einer Seite auf die andere. Für jemanden der gerne Achterbahn fährt wäre das ein freudiges Erlebnis, doch für uns leider auch ein grosses Risiko und ich selber bin immer froh wenn wir heil den Berg herunter kommen... -Mama Matata

Tuesday, October 20, 2009

Besuch aus Dresden

Nach fast 10 Jahren zurück in Kenya auf einen Besuch: Familie Searty aus Dresden besuchte das Rhein-Valley Hospital und das Wasserprojekt in Thugunui. Schnell kamen die einheimischen Kinder und es ging auch gar nicht lange bis Sebastian, Emanuel und Sofia einen kleinen Ball hervorzauberten um mit ihnen zu spielen. Mama May- Birt verliebte sich rasch in die kleinen schwarzen Kinder. Voller Freude hielt sie die kleinen Hände. Andreas unterhielt sich mit den Einheimischen und hatte viele Fragen, die sie ihm beantworteten; er war beeindruckt vom Wasserwerk also auch vom Spital. Er Gratulierte uns dann und meinte: "Ein Spital aufbauen ist eine Sache, es dann zum laufen bringen die Zweite, doch das wichtigste sei es zu halten das sei fast unmöglich hier in Kenya, doch ihr - damit meinte er den Rhein-ValleyVerein in der Schweiz und uns hier in Kenya - habt es geschafft. Euer Personal ist sehr aufgeschlossen und zufrieden und das Teamwork exzellent." Seine Begeisterung hörte man buchstäblich aus seinen Worten heraus.

Tuesday, October 13, 2009

Taimi Huber - neue Hilfe aus der Schweiz

Vor 40 Jahren wollte Frau Taimi Huber irgendwann in ihrem Leben in einer Organisation in einem Entwicklungsland freiwillig mithelfen und jetzt mit ihren fast 60 Jahren hat sich ihr Traum doch noch erfüllt. Taimi Huber unterstützt uns seit einiger Zeit im Rhein-Valley Hospital. Sie will 3 Monate hier bleiben und hat sich schon gut eingelebt. Mit ihrer freundlichen und aufgeschlossenen Art wurde sie gleich von Anfang an von allen akzeptiert und ins Herz geschlossen. Unkompliziert und mit grossem Eifer packt sie überall an was unserem Team grosse Erleichterung bringt. In der Mittagszeit setzt sie sich gemütlich mit den Angestellten auf den Boden und geniesst das einheimische Mittagessen in vollen Zügen. Sie meinte sogar der Ugali (weisser Mais) mit dem Gemüse schmecke ihr besonders gut...

Monday, October 5, 2009

Rheintalische Volkszeitung berichtet

Die politische Situa­tion in Kenia ist aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit geraten. Dies, obwohl die Bevölkerung derzeit einer Hungesnot und einer wiederholten Dürre ausgesetzt ist. Nach wie vor setzt sich der Altstätter Verein Rhein-Valley-Hospital mit seiner Repräsentatin vor Ort, Ruth Schäfer, für die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung in Kasambara-Gilgil ein. Dieser unermüdliche und erfolgreiche Einsatz von «Mama Matata», wie sie liebevoll von der kenianischen Bevölkerung genannt wird, zieht immer grössere Kreise und motiviert zunehmend Menschen auch ausserhalb des Rheintals. So erfährt das durch den Altstätter Verein betriebene Spital eine erfreulich grosse und vielseitige Unterstützung, so dass sich momentan die Ereignisse überschlagen.

Kürzlich setzte sich der Zivilschutz der Stadt St. Gallen mit dem Verein in Verbindung. Neuwertiges Spitalequipment, das jedoch nicht mehr dem heutigen Standard entspricht, stellt der ­Zivilschutz der Stadt St. Gallen als Spende für das Spital zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um OP-Instrumente, Gipsschienen, Feldnarkose­geräte, Verbandsmaterial, Notfallsauerstoff-Apparaturen, Bettüberzüge und verschiedene Blutdruckmessgeräte. Der Zivilschutz sponsert nicht nur das Material, sondern Hugo Meyer (Leiter-Stv. Logistik Feuerwehr und Zivilschutz der Stadt St. Gallen) veranlasste ausserdem das Verladen in einen Container und anschliessendes kostenfreies Einlagern bis zum Zeitpunkt der Verschiffung. Diese Gelegenheit nutzt der Verein nun, um ebenfalls Spendenmaterial, das in den letzten Jahren zusammengetragen werden konnte, mit einem zweiten Container zu den bedürftigen Menschen zu senden. Diese Ware füllt erfreulicherweise einen zweiten Container: Aus dem Spital Teufen wurden Röntgen­geräte, Betten und elektronische OP-Tische gespendet. Die SFS Sport (Widnau) sponserte T-Shirts und Sportschuhe. 20 Kartons mit weiteren T-Shirts und Kappen von der «Euro 08» stellte Intersport Schweiz gratis zur Verfügung. Ein Grossteil dieser gestellten Waren wurde in verdankenswerter Weise bei der Sonnenbräu AG in Rebstein eingelagert.

Der Transport eines Containers nach Kenia ist nicht ohne Risiken möglich. Um sicherzugehen, dass die Hilfsgüter nicht in kenianischer Korruption ­«versickern», wird vor der Verschiffung das Eintreffen der Einfuhrpapiere aus Kenia abgewartet, wie Vorstandsmitglied Stephan Holderegger berichtet. Ausserdem habe der Verein die beiden Container zu einem Spezialpreis kaufen können. Die eingerechnete Verzollung ermöglicht, dass die Container jederzeit ein- und ausgeführt werden können. So entstehen für den Verein keine unkalkulierbaren Kosten bei der Einfuhr.

Offizielles Aids-Spital
Ein wichtiger Fortschritt ist für Ruth Schäfer und den Verein die Anerkennung des Rhein-Valley-Hospitals als offizielle Aids-Station. Der Gesundheitsminister von Kenia erteilte die schriftliche Bewilligung. Damit wurde gleichzeitig die kostenfreie Abgabe von Medikamenten durch die Regierung für Aids-Patienten festgelegt. Dies sei ein wesentlicher Schritt, so Holderegger. Wenn diese Medikamente auch nicht alle medizinischen Möglichkeiten ausschöpfen, so entsprechen sie doch einem Minimum. Denn bisher konnten im Rhein-Valley-Hospital Aids-Patienten nicht behandelt werden, da eine begonnene Behandlung unbedingt fortgesetzt werden muss. Dass Aids ein grosses Problem in Kenia ist, erfährt Ruth Schäfer im Spitalalltag. Jeder dritte durchgeführte HIV-Test falle positiv aus, berichtet Holderegger aus erster Hand.

«5 vor 12» bei «Aeschbacher»
Das unermüdliche Engagement und ihre Beharrlichkeit ist auch der Redaktion von «Aeschbacher» aufgefallen. Der kürzlich von Ruth Schäfer ausgesandte Hilferuf bezüglich der Hungersnot und der erntezerstörenden Dürre, veranlasste Kurt Aeschbacher, Ruth Schäfer in seine Sendung im Schweizer Fernsehen SF1 einzuladen. Der Flug für die Aufzeichnung am 30. Oktober ist durch SF1 bereits gebucht. Unter dem Thema «5 vor 12» wird die Rheinta­-lerin über den Spitalalltag und die ­unaufhörliche, notwendige Hilfe be­richten. Ausgestrahlt wird die Sendung «Aeschbacher» am Donnerstag, 12. November, um 22.20 Uhr auf SF1.

- Monika von der Linden (Rheintalische Volkszeitung)

Thursday, October 1, 2009

Aufmuntern ist alles

Unser Arzt war gerade in der Bettenstation und kontrollierte dprt eine Patientin. Ihr Blutdruck war noch sehr hoch und ihr Zuckerspiegel zu tief. Seit Tagen schon versucht Wanjala das in den Griff zu bekommen, es braucht auch hier sehr viel Geduld. Die 65jährige Frau ist sehr schwach und scheint mit ihrem Leben schon abgeschlossen zu haben. Sie sagte sie möchte am liebsten sterben. Unser Personal jedoch gibt ihr Hoffnung und versucht sie aufzumuntern. Auch ihre Angehörigen versuchen alles um in ihrern Nähe zu sein, doch sie wohnen oft 6 Fahrstunden vom Spital entfernt. Und das kann sehr teuer werden; die Reisepreisen mit dem Bus oder Matatus sind enorm angestiegen und für manch einern fast nicht mehr bezahlbar.

Thursday, September 17, 2009

Hemoglobin-Maschine gespendet

Riesen-Überraschung! Die Firma HemoCue Kenya Ltd Nairobi spendete unserem Rhein-Valley Hospital eine Hemoglobin-Maschine. Sie ist die erste Firma von Kenya, die uns seit 2004 etwas spendet. Umso mehr freuten wir uns darüber, dass wir auch hier in Kenya Spender bekommen. Gerade zur rechten Zeit, denn vor zwei Tagen wurde unser Spital vom MOH (Minister für Gesundheit) als Aids Center ernannt. Unser Arzt war richtig stolz und mit einem lachenden Gesicht überbrachte er mir die neue freudige Botschaft.

Friday, September 11, 2009

Noteinsatz für Nancy

Nancy das kleine Mädchen wurde mit einem Asthma-Anfall ins Hospital gebracht. Sie musste sofort an Sauerstoff angeschlossen werden und unser Arzt gab ihr die notwendigen Medikamente. Nach kurzer Zeit ging es dem Mädchen schon viel besser, sie erholte sich schnell. Nancy die man kaum im riesigen Bett findet schaut schon wieder ganz frech umher und sie lächelt sobald man mit ihr spricht. Sie ist wirklich ein aufgeschlossenes winziges Mäuschen, ganz genau beobachtet sie alles. Ihre junge Mama - etwas scheu - sitzt den ganzen Tag auf dem Bettrand und hütet es. Sie wagt sich kaum sich von der Stelle zu rühren und als sie die Windeln waschen wollte, fragte sie sogar unsere Putzfrau Ann ob sie nicht Zeit hätte einen Augenblick auf Nancy aufzupassen. Dies ist natürlich bei uns kein Thema - unsere Putzfrauen haben sogar grosse Freude daran, auch solche Arbeiten zu verrichten.

Friday, September 4, 2009

Kinder kümmern sich um Eltern

Die Tochter von Kisumu besuchte ihre kranke Mutter. Vor ein paar Wochen brachten sie die alte Frau, die ein Streifschlag erlitten hatte zu uns um bessere Pflege für die Mutter zu bekommen. Unser Arzt Wanjala kontrolliert sie während des Tages mehrere Mal und nebenbei bekommt sie von ihm auch noch Physiotherapie. Mit der liebevollen Pflege unseres Ärzteteam geht es der alten Dame schon viel besser. Die Tochter und ihr Mann waren sehr überrascht über den Fortschritt den sie bei uns gemacht hat und meinten es hat sich doch gelohnt den weiten Weg von gut 8 Stunden Autofahrt in Angriff zu nehmen. Den ganzen Nachmittag wurde die Mutter verwöhnt von ihnen. Die Tochter brachte sie mit dem Rollstuhl in die frische Luft und gab hier dann ein Jogurt zu essen. Dies genoss ihre Mutter und man sah auch ein Lächeln auf ihrem Gesicht. Schön das sich Kinder um ihre Eltern kümmern, obwohl es hier in Kenya gar nicht so einfach ist. Meistens fehlt dass Geld dazu und ein gute Spitalpflege.


Thursday, August 27, 2009

Grosser Babytag

Rund 60 Babys wurden untersucht. Das normale Programm umfasst Gewicht, Grösse und Allgemeinzustand der Kinder. Ausser den Babys gab es dennoch 31 allgemeine Fälle, die behandelt werden mussten. Es ist eine hektische Zeit. Das Team arbeitete Hand in Hand und so konnte die letzte Mutter dann 14 Uhr mit ihrer Tochter nach Hause gehen. Endlich wieder etwas Luft und Zeit um das Mittagsessen einzunehmen.

Am Nachmittag wurden dann aber alle Einträge ins Buch das Gesundheit nachgetragen, das einer unseren Krankenpfleger nächste Woche nach Naivasha bringen wird. Die Stadt liegt gut 1 Stunde Fahrzeit entfernt. Die Gesundheitskontrollen müssen genau geführt werden, somit hat das Gesundheitsamt einen Einblick und weiss ganz genau was, wo und welche Krankheiten ausgebrochen sind. Für eventuelle Maser, Röteln oder sonstige Kinderkrankheiten stellen sie dann auch zum Teil Impfstoff zu Verfügung, um die Verbreitung einzudämmen. Bis jetzt funktionierte das einwandfrei.


Wednesday, August 19, 2009

15 000 Menschen leiden an Hunger

Nach der Hauptstrasse auf den Weg ins Spital (3 km) wurde ich heute 16 x angehalten. Viele der Einwohner, ITP's die sich hier sozusagen eine zweite Heimat gegründet haben, jammerten und fragten ob wir etwas zu Essen für sie hätten. Ein Lehrer der gerade seine Kühe hütete, da die Klassen geschlossen haben bis September, fragte mich an ob ich vielleicht Sponsoren finden würde bis die Schulen wieder aufgehen würde, sodass sie vielleicht das Mittagessen für seine Schülern spenden könnten. In seinem Gesicht sah ich Traurigkeit und Verzweiflung. Weiter erzählte er mir, dass viele seiner Schüler während des Unterrichts zusammenfallen aus Hunger. Zu Hause hätten sie kein Essen mehr, trotzdem laufen die Kinder fast 13 Km zu Fuss zur Schule, entkräftet angekommen sollten sie dann noch lernen.

Im Spital angekommen eine traurige Nachricht. Ein Nachbar fand um 7 Uhr morgens einen alten Mann am Strassenrand, der einen Kollaps erlitten hatte. Er brachte ihn sofort zu uns doch der abgemagerte alte Mann starb kurz darauf. Er war zu schwach und der Arzt meinte er sei verhungert. Ja über 15 000 Menschen leiden an Hunger.

Hilfe ist angesagt und ich hoffe viele von den Lesern werden uns wieder unterstützen, da ich überzeugt bin, es werden immer mehr Menschen die zurück kommen oder bei uns anklopfen um etwas zu Essen. Ohne finanzielle Unterstützung von unseren treuen Lesern ist es mir aber unmöglich denjenigen zu Helfen die Hilfe brauchen.
-Mama Matata

Tuesday, August 18, 2009

Schwierige Geburt mit gutem Ende

Der glücklichen jungen Mutter (Melanie) sieht man die grossen Strapazen an. Nach ihrer schweren Geburt ist sie erschöpft und müde. Ihr kleiner Sohn wog bei der Geburt 5,845 kg. Der kleine Mann schläft vergnügt in seinem Bettchen und lässt sich nicht stören. Unsere männlichen Hebammen waren nach dieser Geburt auch geschafft - ihre Gesichter waren feucht vor Schweiss und trotzdem waren sie stolz über diese Geburt. Schreckens Sekunden gab es, als sich das Baby während der Geburt drehte. Glücklicherweise gelang es ihnen es wieder ihn die richtige Position zu bringen ohne dass ein Kaiserschnitt gemacht werden musste. Dies wäre ein grosses Problem denn das General Hospital ist eine 3/4 Stunde entfernt, wir nicht in der Lage gewesen, die Operation durchzuführen. Dafür fehlt uns ein Operationssaal... -Mama Matata

Thursday, August 13, 2009

Kontrolle des Zuckerspiegels

Unsere Laborantin Caroline hatte heute einen strengen Tag im Labor. Sie testete am frühen Morgen den Zuckerspiegel unserer langjährigen Patienten, die jede Woche bei uns vorbei zur Kontrolle kommen müssen. Die ständige Kontrolle des Zuckerspiegels ist eine sehr wichtige Kontrolle, die unter Umständen Leben retten kann. Während des Tages führte sie dann mehrere Aids-Tests durch.

Monday, August 10, 2009

Drohende Dürre und Hunger im Ryft Valley

Eine Mama brachte ihren 3jährigen Sohn Joseph zur Wundenbehandlung. Der kleine verbrannte sich letzte Woche mit heissem Wasser. Seine Wunde verheilt gut und es werden wohl keine Hautschaden zurück bleiben. Er hatte Glück, dass die Verbrennungen nicht zu tief waren. Auch Mama Anna hatte richtig gehandelt sie eilte abends 18.30 Uhr sofort ins Spital um den kleinen die richtige medizinische Versorgung zu geben. Sie selber hat sehr viel Probleme. Sie wurde letztes Jahr mit ihren sechs Kindern vertrieben und wohnt immer noch in einem Zeltcamp, etwa 45 Minuten von unserem Spital entfernt. Dort konnten sie bis vor etwa zwei Monaten in den nahe liegenden Häusern im Garten Arbeit bekommen. Doch durch das anhaltende heisse trockene Wetter bekommen sie immer weniger Jobs, alles ist ausgetrocknet und viele Gartenanlagen sind bereits schon öde - kaum sieht man noch einen Grashalm stehen. Diese Dürre zieht sich leider durch das ganze Rift-Valley-Tal. Wenn das so weiter geht werden Tiere vor Hunger eingehen, und die Einheimischen langsam vor Hunger und Durst sterben. Eine Katastrophe bahnt sich an, bekommen wir nicht bald den ersehnten Regen. Es ist verrückt: in Europa die Überschwemmungen und hier die Dürre.


Tuesday, August 4, 2009

Frauen lassen sich unterbinden

rs. Wiederum konnten wir eine Gruppe von 12 Frauen unterbinden. Bei einigen sah man ihnen die Angst und das Ungewisse, wie es nachher sein wird, an. Doch unser Arzt Wanjara hat sie mit Geduld gut vorbereitet. In vielen Sitzungen hat er ihnen immer wieder auf ihre Fragen ausführlich geantwortet und sie ermuntert endlich diesen Schritt zu wagen. Einige von den Frauen haben jetzt schon 5 – 9 Kindern. Einige der ganz jungen die bereits schon drei Kinder haben sind zur Entbindung eher bereit als die älteren Frauen. Dennoch gibt es mehr und mehr, die diesen Schritt wagen. Nach dem OP-Eingriff ruhen sich die Frauen noch etwa 2-3 Stunden aus und dann gehen sie langsam nach Hause. Danach etwa in drei Tagen kommen sie zur Kontrolle. Die Operation wird vom Medizinpersonal des Rhein-Valley Hospitals in Zusammenarbeit mit der Regierung durchgeführt und ist gratis.

Monday, July 27, 2009

Patienten kommen von weit her zu uns

Kein Regen. Alles ist ausgetrocknet und wiederum bangen die Einheimischen um ihre Ernte. Trotz Sonne weht ein kalter Wind, der unseren Patienten sehr zu schaffen macht. Viele von ihnen werden gegen Grippe, Bronchitis und Allergien behandelt. Bei älteren Patienten spielt der Blutdruck verrückt. Wanjara und sein Team bekommen von Tag zu Tag mehr Patienten. Seit die Strasse verbesser wurde, bekommen wir sogar auswärtige Patienten, die mit den Auto, Motorrad als Taxi, oder neu auch Matatu die den Weg zu uns hinauf fahren. Patienten von Naivasha, Nakuru Eldoret sogar von Kisumu scheuen nicht den Weg. Manch einer fährt mehr als eine Stunde mit dem Auto um sich bei uns behandeln zu lassen.

Als ich heute mit einer Patientin von Eldoret redete und sie nach dem Grund fragte wieso sie sich die Mühe macht so weit zu fahren erklärte sie mir; bei Euch bekommen wir einen guten Service, die Medikamente seien gut und das wichtigste: der Arzt lasse sich genügend Zeit um sich ihr Problem anzuhören. Der Arzt behandle und aktepiere sie noch als Mensch. Dann fügte sie hinzu überhaupt die ganze Atmosphäre in diesem Spital sei gut zwischen den Angestellten und dem Management. Auch sei alles so sauber man muss einfach hierher kommen um gesund zu werden. Für mich, war das ein schönes Kompliment und innerlich freute ich mich sehr darüber. - Mama Matata

Monday, July 20, 2009

Warten auf den Impfstoff

Nach einem durchzogenen abwechslungsreichen Wochenende, das sich teils mit Sonne und dann wieder mit Regen präsentierte, widmeten wir uns heute wieder mit vollem Einsatz unserem Impftag. Wanjara unser Arzt hatte bereits schon begonnen die Schutz-Impfungen der Rötel zu machen, als einTelefon von Ita dem Krankenpfleger, kam. Er früh morgens nach Naivasha fahren, um den Rest des Impfstoffes zu holen, denn am Freitag bekam er nur die Hälfte vom Gesundheitsamt - die Lieferung von Nairobi funktionierte mal wieder nicht so richtig. Ita fragte nach, ob er auf den Impfstoff noch warten soll, da es unterdessen bereits schon Mittag geworden ist und der Impfstoff immer noch auf dem Weg ist. Nach einer kurzen Beratung entschieden wir, dass er darauf warten soll. Wir hingegen schickten unsere Patienten nach Hause und bestellten sie erneut auf Mittwoch. Die kleine Doris und ihr Bruder Viktor sassen schon ganz gemütlich auf dem Boden und genossen die frischen Früchte die Mama mit eingepackt hatte.